Ausleihverbuchung für Ergänzungsbüchereien und Blockausleihe

Manuelle Ausleihe

Für die herkömmliche Verbuchung mit Buchkarten s. Kap. 13 „Ausleihe und Benutzung ohne Bibliothekssoftware“.

EDV-gestützte Ausleihe

Der Einsatz EDV-gestützter Büchereiverwaltung vereinfacht die Arbeitsabläufe beim Austausch von Medienblöcken beträchtlich.

Beim Buchblocktausch oder der Ausleihe über die Ergänzungsbücherei ist es sinnvoll, dass die gebende und nehmende Bücherei mit demselben Ausleihsystem arbeiten. Aufgrund der zu bearbeitenden Menge empfiehlt sich hierbei die EDV-gestützte Ausleihverbuchung.

Generell gilt: Wenn die Bibliotheksprogramme untereinander kompatibel sind, ist ein reibungsloses Einspielen der Daten der gebenden Bücherei in den eigenen Bestand kein Problem. Eine Barcodenummer darf nur ein einziges Mal existieren. Doppelt vorhandene Barcodenummern können vom System nicht eindeutig einem Medium zugeordnet werden, was bei der Ausleihe naturgemäß zu großen Problemen führt.

Es muss technisch geprüft werden, ob

  • die Barcodes untereinander verarbeitet werden können
  • sich die Nummernkreise der beiden Büchereien unterscheiden.

Wird der BAFO-Standard (Bibliotheksdaten Austausch-FOrmat) verwendet, stellt der Datenaustausch ebenfalls kein Problem dar. In den KÖBs im Verbreitungsgebiet des Borromäusvereins ist dies in der Regel der Fall.

Wichtig für Bayern: Die Anbieter der gängigen Programme verwenden unterschiedliche Nummernkreise und Barcodes. Teilweise haben die Büchereifachstellen diözesane Regelungen gefunden. Bitte erkundigen Sie sich danach bei Ihrer zuständigen Fachstelle.

Für alle Büchereien gilt: In der gebenden Bücherei wird zunächst für den Blockempfänger ein Benutzerdatensatz angelegt. Die Ausleihe der Blockmedien erfolgt dann wie gewohnt über den Barcode. Bei Blockmedien empfiehlt sich eine Leihfrist von drei bis sechs Monaten. So können die Medien von den Leserinnen in der nehmenden Bücherei ausreichend genutzt werden. Bevor der Ausleihvorgang abgeschlossen wird, kann ein Datenträger mit den Informationen zu den Blockmedien erstellt und der Lieferung beigelegt oder per Mail versandt werden.

Die nehmende Bücherei importiert die Mediendaten. Danach können die Blockmedien genauso recherchiert, entliehen, verlängert und vorgemerkt werden wie die eigenen Medien der Bücherei.

Ist die Blockausleihfrist abgelaufen, werden die Blockmedien wieder aus den Beständen der nehmenden Bücherei ausgetragen und an die gebende Bücherei zurückgegeben.

Von anderen Büchereien oder der Fachstelle erhaltene Medienblocks werden nur für die Ausleihstatistik gezählt, aber nicht in der Bestandsstatistik erfasst (s. Kap. 15 und 16 „Statistik“).