Kooperation mit anderen Büchereien

Katholische öffentliche Büchereien können untereinander kooperieren; denkbar und sinnvoll ist auch die Zusammenarbeit mit anderen Büchereien, z.B. Evangelischen öffentlichen Büchereien, kommunalen Büchereien, Schul- oder Seniorenheimbüchereien oder Büchereien sonstiger Träger.

Trotz verschiedener Arbeitsschwerpunkte, Bestände oder Büchereigrößen bilden gerade diese Unterschiede gemeinsame Anknüpfungspunkte, da jede Einrichtung ihre Stärken einbringen und von denen der anderen profitieren kann.

Regional können Büchereien auf verschiedenen Ebenen zusammenarbeiten, z.B.:

  • auf Gemeindeebene
  • auf Dekanatsebene
  • im Stadtgebiet
  • auf Kreisebene.

Der erste Schritt zur künftigen Zusammenarbeit ist die Kontaktaufnahme zum gewünschten Kooperationspartner. Dazu werden die Mitarbeiterinnen der anderen Büchereien eingeladen. Um den weiteren Austausch zu vereinfachen, sind Adress-, Mail- und Telefonlisten mit den Öffnungszeiten der Büchereien für alle Beteiligten sinnvoll. Aus einem Erfahrungsaustausch über büchereipraktische Themen kann sich ein regelmäßiger Treff (z.B. abwechselnd in den Büchereien) entwickeln.


M
ögliche Felder der Zusammenarbeit

  • gemeinsamer OPAC (Gesamtkatalog der Medien aller Büchereien; nur realisierbar, wenn alle beteiligten Büchereien mit EDV arbeiten)
  • gegenseitige Anerkennung von Benutzerausweisen
  • Blockausleihe, d.h. die Ausleihe von Büchern oder anderen Medien für einen festgelegten Zeitraum oder auch ein regelmäßiger Medientausch (z.B. von CDs oder CD-ROMs)
  • Aufbau eines virtuellen Bestandes
  • gemeinsame Plattform zur Ausleihe von E-Books, E-Audios, E-Videos und E- Papers 
  • Sammelbestellung bei Material oder Werbemitteln
  • gemeinsame Werbung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Webauftritt, Pressekonferenzen, Radio- und TV-Auftritte, Plakataushang, Flyer, Gemeinde- oder Pfarrbrief)
  • gemeinsame Organisation und Durchführung von Veranstaltungen (z.B. Autorenlesereisen, Büchereirallye)
  • gemeinsame Zuschussanträge an Kommune, Kreis und/oder Fachstelle
  • gemeinsame Sponsorensuche
  • gemeinsame Aus- und Fortbildungsveranstaltungen (z.B. Einführungsveranstaltungen für jugendliche Mitarbeiterinnen, EDV-Schulungen)
  • regelmäßige Arbeitstreffen, z.B. Einkaufssitzungen mit Absprache über Bestandsschwerpunkte
  • gemeinsame Ausflüge, Jubiläen oder Feste.

Wenn Büchereien verbindlicher zusammenarbeiten wollen, kann dies – auf allen regionalen Ebenen – zur Gründung von Arbeitsgemeinschaften (AGs) führen. Das bedeutet, dass z.B. in der Dekanatsarbeitsgemeinschaft alle Büchereien im Dekanat vertreten sind. Die Fachstelle ist bei der Bildung und Organisation der AGs behilflich.

Abb. 18.1 Image-Flyer des Arbeitskreises der Katholischen öffentlichen Büchereien im Odenwaldkreis