1.1 Was ist RDA?

RDA steht für »Resource Description and Access« und lässt sich ins Deutsche übersetzen als »Ressourcen beschreiben und zugänglich machen«. Es handelt sich dabei um das international ausgerichtete Regelwerk zur Erschließung aller Medienarten.
Modifiziert wird dieser Standard durch Vereinbarungen, die zwischen dem Borromäusverein und dem Sankt Michaelsbund getroffen wurden, um das Regelwerk RDA den Bedürfnissen und Möglichkeiten von KÖBs anzupassen.

Im Folgenden verwenden wir anstelle von "Ressource" auch den Begriff "Medien". Beide Begriffe umfassen alle physischen und digitalen Bestände, die in öffentlichen Büchereien katalogisiert und ausgeliehen werden.

Weiterführende Informationen über RDA erhalten Sie in dem Buch "Basiswissen RDA. Eine Einführung für deutschsprachige Anwender" von Heidrun Wiesenmüller und Silke Horny, erschienen bei de Gruyter sowie dem RDA-Wissens-Wiki auf der Homepage der Deutschen Nationalbibliothek.

1.2 Bibliothekskataloge und Katalogisierung

Die Bereitstellung eines Katalogs, in dem alle in einer Bücherei vorhandenen Medien verzeichnet sind, ist eine Voraussetzung und ein grundlegendes Arbeitsinstrument für Bestandsaufbau, Beratung und Recherche. Die standardisierte, sorgfältige und einheitliche Erschließung des Bestandes nach den Regeln von RDA ist unabdingbar für einen reibungslosen und serviceorientierten Büchereibetrieb.

Die Formalerschließung von Medien strebt gemäß den bibliothekarischen Standards eine möglichst umfassende Erfassung an. Denn je mehr Informationen über eine Ressource in die Katalogisierungsmaske eingetragen werden, umso präziser kann ein Medium als relevant für eine Suchanfrage identifiziert werden.