Rechtsträger

In der Regel sind Katholische öffentliche Büchereien Einrichtungen der Kirchengemeinde. Sie werden in allen Rechtsfragen vom Kirchenvorstand oder dem entsprechenden Gremium (Kirchenvorstand, Verwaltungs-, Stiftungsrat) vertreten. Im Falle von Kooperationen zwischen Kirchengemeinde und Kommune, zwischen Katholischen und Evangelischen Kirchengemeinden, sind Vertreter beider Vertragspartner für den Unterhalt der Bücherei verantwortlich (s. Anh. „Kooperationsvertrag für bayerische Büchereien“). Bei Verhandlungsgesprächen sollte die zuständige Fachstelle von Anfang an hinzugezogen werden.

Die Büchereileitung ist mit den laufenden Geschäften beauftragt und gegenüber dem Rechtsträger rechenschaftspflichtig. Genehmigungen von Haushaltsmitteln, Kassenprüfung, Inkraftsetzung der Benutzungsordnung sowie Entscheidungen z.B. über Baufragen, Abschluss von Verträgen u.Ä. sind dem Kirchenvorstand bzw. den Vertretern der Kooperationsparteien vorbehalten. Laufende Entscheidungen, z.B. über Medienanschaffungen, Einsatz der Mitarbeiterinnen, Öffnungszeiten, Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsarbeit, gehören zum Aufgabenbereich der Büchereileitung. Sie teilt dem Träger mit, wer im Büchereiteam mitarbeitet, um z.B. bei Versicherungsfragen Klarheit über den Status der Person zu haben
(s. auch Kap. 2 „Ehrenamtlich in der Bücherei – Das Büchereiteam“ und  19 „Rechtsfragen in der Büchereiarbeit“).