Einarbeitung von Nicht-Buch-Medien in den Bestand

Zeitschriften

Zeitschriften und Einzelhefte werden nicht ins Zugangsbuch eingetragen. Stattdessen wird für jeden Jahrgang eine eigene Zeitschriftenkarte angelegt, die als Besitznachweis und Eingangskontrolle dient und folgende Eintragungen enthält:

  • Name der Zeitschrift
  • Erscheinungsweise (wöchentlich, monatlich)
  • Verlag
  • Lieferant (Verlag, borro medien gmbh)
  • Preis
  • Kündigungsfrist
  • Jahrgang
  • Heftnummer
  • Lieferdatum
  • Rechnungsdatum.

Für jedes Zeitschriftenabonnement werden – je nach Ausleihhäufigkeit – fünf bis zehn Buchkarten angelegt, die den Titel der Zeitschrift sowie den Kennbuchstaben

„Z“ oben links enthalten. Diese Buchkarten werden alphabetisch nach den Zeitschriftentiteln geordnet in einer Zeitschriftenkarte in der Verbuchungstheke aufbewahrt.

Jede Zeitschrift (also nicht jedes einzelne Heft) wird nur einmal im Alphabetischen und im Systematischen Katalog nachgewiesen.

Jedes einzelne Zeitschriftenheft erhält auf dem Deckblatt und auf der ersten bzw. letzten Seite den Eigentumsstempel, auf der Rückseite einen selbstklebenden Fristzettel und auf dem Rücken einen Streifen Folie, da sich der Umschlag manchmal ablöst.

Bei EDV-Verbuchung erhält jedes einzelne Heft ein Barcode-Etikett.

Spiele

Abb. 11.10

1. Das Rückenschild wird auf dem Deckel des Spiels vorne rechts aufgeklebt. Bei Spielen wird der Deckel mit einer selbstklebenden Folie eingebunden.

Abb. 11.11

An einer Schmalseite wird die Folie hochgeschlagen und an die Kante des Deckels angerieben.

Abb. 11.12

Das jetzt noch übrige dreieckige Folienstück wird um die Ecke herum geklebt. Die nach oben überstehende Folie wird parallel zu den Ecken des Deckels ein geschnitten.

Abb. 11.13

Die Folie an der Schmalseite des Deckels wird nach innen eingeschlagen. Das kleine Folienstück, das jetzt noch an der Längsseite übersteht, wird entlang des Deckelrands abgeschnitten.

Abb. 11.14

An der gegenüberliegenden Schmalseite wird ebenso verfahren. Die Längsseiten des Deckels werden wie oben beschrieben bearbeitet.

Abb. 11.15

Allerdings werden hier die schmalen, überstehenden Folienstücke, die sich jetzt an der Schmalseite befinden, nicht abgeschnitten, sondern nach innen umgeschlagen.

2. Der Fristzettel für Spiele wird, nachdem die Spielteile und deren Anzahl eingetragen wurden, in den Deckel des Spiels eingeklebt.

3. Die Buchkartentasche wird ebenfalls im Deckel des Spiels eingeklebt, und zwar etwa 12 bzw. 20 mm von der rechten Innenkante entfernt und mit der offenen Seite nach rechts, damit die Karte nicht so leicht herausfällt.

4. Die Zugangsnummer wird im Deckel auf der Buchkartentasche sowie auf der Spielanleitung vermerkt.

5. Der Eigentumsstempel wird zu der Zugangsnummer in den Deckel des Spiels gesetzt, ebenfalls auf die Spielanleitung.

6. Wenn möglich, wird die Spielanleitung in den Spieldeckel eingeklebt (bei einseitig bedruckter Anleitung). Ansonsten empfiehlt es sich, die Spielanleitung zu kopieren; dann wird die Kopie dem Spiel beigegeben und das Original in einer Prospekthülle in einem Ordner aufbewahrt, so dass bei Verlust der Spielanleitung eine weitere Kopie angefertigt werden kann.

Bei der Bearbeitung von CDs, CD-ROMs, DVDs und Ähnlichem ist Folgendes zu beachten: Wird der Datenträger beschriftet oder mit Aufklebern versehen, ist eine Beschädigung nicht auszuschließen. Daher sind spezielle Aufkleber erhältlich, mit denen die Eigentumskennzeichnung ohne Beschädigung erfolgen kann.

CDs

1. Das beschriftete Rückenschild (sowie eventuell der Interessenkreisaufkleber) wird auf die Vorderseite des Covers (Textheft) bzw. auf die CD-Hülle unten links mit einem Abstand von jeweils 12 bzw. 20 mm vom linken und vom unteren Rand aufgeklebt und mit einem Folienstreifen überzogen.

2. Das Cover wird mit dem Büchereistempel und der Zugangsnummer versehen.

3. Auf der CD-Hülle oder der Vorderseite des Covers  wird oben rechts das eckige und auf der CD selbst das runde Eigentumsetikett aufgeklebt.

4. Auf jedem Eigentumsetikett wird die Zugangsnummer vermerkt.

5. Der selbstklebende Fristzettel wird auf der Rückseite der CD-Hülle oben links angebracht.

6. Eine selbstklebende Folientasche (10 x 10 cm) für die CD-Verbuchungskarte wird auf der Rückseite der CD-Hülle unten rechts aufgeklebt.

 

 

Abb. 11.16 Vorderseite CD mit Eigentumsetikett
Abb. 11.17 Geöffnete CD-Hülle mit Zugangsnummer und CD mit Eigentumsetikett
Abb. 11.18 Rückseite der CD mit Fristzettel und Folientasche
 

CD-ROMs

CD-ROMs werden büchereitechnisch wie CDs bearbeitet. Wegen der sehr unterschiedlichen Verpackungen ist es manchmal notwendig, kreative Lösungen vor Ort zu finden. Es gibt z.B. durchsichtige Behälter für CD-ROMs mit umfangreichem Begleitmaterial.

Buchtitel, denen eine CD-ROM beigefügt ist, gelten nicht als CD-ROM, sondern werden als Medienkombination bezeichnet und wie Bücher bearbeitet.

1. Der Hinweis auf die Alterseinstufung der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK-Vermerk) bzw. der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK- Vermerk) nach dem Jugendschutzgesetz (JuSchG) darf nicht entfernt und nicht überklebt werden.

2. Das beschriftete Rückenschild wird auf der Vorderseite der CD-ROM-Hülle bzw. auf der Originalverpackung unten links mit einem Abstand von jeweils 12 bzw. 20 mm vom linken und vom unteren Rand aufgeklebt und mit einem Folienstreifen überzogen.

3. Das Cover (Textheft) wird mit dem Büchereistempel und der Zugangsnummer versehen, ebenso alle Beigaben, z.B. Handbücher, Spielanleitungen.

4. Auf der CD-ROM-Hülle wird oben rechts das eckige und auf der CD-ROM selbst das runde Eigentumsetikett aufgeklebt.

5. Auf jedem Eigentumsetikett wird die Zugangsnummer vermerkt.

6. Der selbstklebende Fristzettel wird auf der Rückseite der CD-ROM-Hülle oben links angebracht.

7. Eine selbstklebende Folientasche (10 x 10 cm) für die CD-ROM-Verbuchungskarte wird auf der Rückseite der CD-ROM-Hülle unten rechts aufgeklebt.

DVDs, Blu-ray Discs

Die Einarbeitung erfolgt wie bei den CDs. Folgende Besonderheiten sind zu beachten:

1. Der Hinweis auf die Alterseinstufung der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK-Vermerk) bzw. der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK- Vermerk) nach dem Jugendschutzgesetz (JuSchG) darf nicht entfernt und nicht überklebt werden.

2. Der Fristzettel wird in der linken Innenseite der Hülle eingeklebt.

3. Die selbstklebende Folientasche kommt in die Innenseite der Hülle unten rechts.

4. Für Texthefte können weitere Folientaschen eingeklebt werden.

Abb. 11.19 DVD-Hülle mit Titel- und Rückenansicht (am Beispiel von „Knerten traut sich“, Polyband)
Abb. 11.20 Geöffnete Hülle mit DVD


Die Einstufung der DVDs und CD-ROMs durch die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK-Vermerk) bzw. der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK-Vermerk) in eine bestimmte Altersgruppe entspricht häufig nicht der Alterseinteilung durch die Katholische Büchereiarbeit. Die FSK-/USK-Angaben sind rechtsverbindlich, das heißt, dass z.B. Filme mit dem FSK-Vermerk „FSK ab 12“ nicht an Kinder unter diesem Alter ausgeliehen werden dürfen (s. Kap. 19 „Rechtsfragen in der Büchereiarbeit“).

Computerspiele, Konsolenspiele

z.B. Konsolen PS 4, Wii U, Xbox One und 3DS
Computer- und Konsolenspiele werden büchereitechnisch wie CDs bearbeitet. We- gen der sehr unterschiedlichen Verpackungen ist es manchmal notwendig, kreative Lösungen vor Ort zu finden.

Folgende Besonderheiten sind zu beachten:

1. Der Hinweis auf die Alterseinstufung der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK-Vermerk) nach dem Jugendschutzgesetz (JuSchG) darf nicht entfernt und nicht überklebt werden.

2. Das beschriftete Rückenschild wird auf der Vorderseite der Hülle unten links mit einem Abstand von jeweils 12 bzw. 20 mm vom linken und vom unteren Hüllenrand bzw. auf der Originalverpackung aufgeklebt und mit einem Folienstreifen überzogen.

3. Der selbstklebende Fristzettel wird auf der Rückseite der Hülle oben links angebracht.

4. Eine selbstklebende Folientasche (10 x 10 cm) für die Verbuchungskarte wird auf der Rückseite der Hülle unten rechts aufgeklebt.

5. Auf Hülle und Inlet wird ein selbstklebendes Eigentumsetikett angebracht: auf der Vorderseite der Hülle oben rechts und auf der Halterung in der Hülle.

6. Die Zugangsnummer wird auf jedem Eigentumsetikett vermerkt.

7. Das Textheft (Cover) wird mit dem Büchereistempel und der Zugangsnummer versehen, ebenso alle Beigaben, zum Beispiel Handbücher, Spielanleitungen.

Medienkombinationen

Darunter wird die Kombination von mindestens zwei verschiedenen Medien verstanden. Meist gehört bei einer Medienkombination zu einem Buch eine CD-ROM oder DVD-ROM, die zusätzliche Informationen zum Inhalt des Buches liefert.

Die Einarbeitung erfolgt dem Medium entsprechend.