Einführung, Beratungsgespräch, Auskunftsdienst

Die Katholische öffentliche Bücherei steht allen Menschen – unabhängig von Konfession und Weltanschauung – offen. Sie stellt ihre Medienbestände zur Benutzung in den Büchereiräumen und zur Ausleihe zur Verfügung.

Einführung

Interessierte, die die Bücherei kennenlernen möchten, müssen in die Benutzung der Bücherei eingeführt werden. Hierfür sollten sich die Büchereimitarbeiterinnen Zeit nehmen.

Folgende Informationen sind wichtig:

  • Nach welchen Prinzipien ist der Bestand aufgestellt?
  • Wie kann sich die Leserin den Bestand selbst erschließen?
  • Welche Auskünfte erteilt der OPAC (Öffentlicher Benutzerkatalog) der Bücherei und wie wird dieser benutzt?
  • Wie ist der Bestand zusammengesetzt?
  • Wie funktioniert die Anmeldung?
  • Wie erfolgt eine Ausleihe?
  • Welche Dienstleistungen erbringt die Bücherei über die Ausleihfunktion hinaus?
  • Welche Ausleihfristen haben die verschiedenen Medien?
  • Wie hoch sind die Gebühren?
  • Was geschieht bei Verstößen gegen die Benutzungsordnung?

Alle relevanten Informationen können beispielsweise in einer „Infomappe“ zusammengestellt und zur Mitnahme bereitgelegt werden.

Für einzelne Benutzergruppen empfehlen sich gesonderte Einführungen (z.B. für Kindergartengruppen, Schulklassen, Elterngruppen, Vereine, Pfarrgemeinderäte, Gruppenleiter).


Beratungsgespräch

Büchereien bieten Bücher und Medien zur Information, Orientierung und Unterhaltung und sind oft auch die einzigen regelmäßig geöffneten Orte einer Kirchen- oder Zivilgemeinde, an denen Begegnung und Gespräch möglich sind.

Für das Image der Bücherei in der Öffentlichkeit ist daher neben einem aktuellen und vielfältigen Buch- und Medienangebot die offene und zur Begegnung einladende Gesamtatmosphäre entscheidend.

Dabei spielt die persönliche und freundliche Beratung der Benutzerinnen eine wichtige Rolle.

Wünsche und Fragen der Leserinnen können sehr unterschiedlich sein:

  • Themen im Zusammenhang mit Mediensuche und Ausleihe
  • Gespräche über Medien und Literatur
  • Beschwerden und Konflikte (Mahnung)
  • persönliche Anliegen
  • Bedürfnis nach Gespräch
  • usw.

Diese Mischung unterschiedlichster Gesprächssituationen macht den Charme und das Image des Kommunikationsortes Bücherei aus.

Die Beratung besteht darin, eine Auswahl und Empfehlung von geeigneten Medien für einen ganz bestimmten Leserwunsch zu geben. Deshalb sind folgende Voraussetzungen für die Leserberatung hilfreich:

  • Kontakt- und Gesprächsfähigkeit, Freundlichkeit, Toleranz, aufmerksames Zuhören, Einfühlungsvermögen
  • gute Kenntnisse des Medienbestandes und entsprechende Literaturkenntnisse
  • Vertrautheit mit den Arbeitsvorgängen in der Bücherei.


A
uskunftsdienst

Jede Büchereimitarbeiterin muss in der Lage sein, Auskünfte und Sachinformationen zu geben. Dies gilt insbesondere für Fragen, die sich mithilfe der Informationsmittel der Bücherei beantworten lassen:

  • grundlegende Einführungswerke in ein Sachgebiet
  • Lexika
  • Nachschlagewerke
  • Handbücher

Das Vorhandensein eines solchen „Auskunftsapparates“ ist abhängig von den örtlichen Gegebenheiten, u.a. Umfeld, Bestandsprofil, Bestandsgröße.

Hilfreich sind in vielen Fällen auch die Informationsmittel im Internet (u.a. die Online-Angebote der Büchereiverbände und Fachstellen). Büchereimitarbeiterinnen kommt hierbei eine Lotsenfunktion zu, um bei der wichtigen Faktensuche aus Milliarden Internet-Seiten die gerade benötigte Information herauszufinden. Dafür sind spezielle Suchwerkzeuge hilfreich:

Die Mitarbeiterin sollte sich nicht scheuen, an andere Stellen zu verweisen, wenn die eigenen Möglichkeiten zur Erteilung einer sachgerechten Information nicht ausreichen.